Geraer Schach - Resümee Spielzeit 2015/16

Nach der sehr erfolgreichen Spielzeit 2015/16 mit den Aufstiegen gleich zweier Geraer Spitzenteams folgen in dieser Spielzeit zwei postwendende Abstiege sowie ein weiterer Abstieg des ESV Gera aus der Landesliga.

Hierbei wäre alles andere als ein sofortiger Wiederabstieg des Oberliganeulings SV Liebschwitz, der eigentlich lediglich über 6 oberligareife Akteure verfügt, eine Sensation gewesen. Dennoch hielten die Randgeraer erstaunlicherweise in der Mehrheit der Begegnungen spielerisch mit und hätten wesentlich mehr als die 2 Punkte erzielen und möglichereise sogar die Liga halten können! Dieses Auftreten liegt deutlich über dem erwarteten. Die Abstiegsfrage konnte über weite Strecken der Spielzeit offen gehalten werden. Es wurde also nicht der von einigen Experten erwartete "Sightseeingtörn", sondern ein durchaus sportlich ambitionierter Auftritt der Liebschwitzer, die ernsthaft um den Klassenerhalt mitpielten!

Hiergegen ist das Auftreten des Landesliganeulings VfL Gera nach dem Galaauftritt in der Landesklasse 2014/15, der beträchtliche Erwartungen für die Landesliga geweckt hatte, recht enttäuschend. Von Beginn her erwies sich das Team in erster Linie an den vorderen Brettern deutlich überfordert und konnte seine Ansprüche auf einen Platz im gesicherten Mittelfeld nie auch nur annähernd erfüllen.Es zeigte sich eben doch, daß das Niveau der Landesliga besonders an den Spitzenbrettern in den drei Jahren der Abwesenheit der Geraer  weiter merklich gestiegen ist, weil immer mehr Thüringenligateams hier in Verstärkungen investieren, was für VfL bisher kein Thema gewesen ist. Der Abstieg und vor allem die Art und Weise desselben ist ein herber Rückschlag für den VfL, der bereits auf dem besten Wege schien. Hiergegen ist der Absturz des ESV Gera in seinem zweiten Thüringenligajahr nach dem knappen Klassenerhalt 2014/15 eher eine folgerichtige Entwicklung. Abgesehen vom bereits bedeutungslosen  Geraer Ortsderby am letzten Spieltag in der Thüringenliga bleiben diese drei Geraer Spitzenvereine in der gesamten Spielzeit sieglos.

Unter den Erwartungen liegen auch die Elstertaler als Fünfter der Bezirksliga mit 11:7  Punkten. Dennoch spricht für die Elstertaler , daß sie trotz eines ein wenig mißglückten Startes mit lediglich einem Unentschieden gegen Neuling Triebes bis zum Ende um den Bezirksmeistertitel mitspielten und meistens auf dem "Treppchen " standen. In der faktisch zweigeteilten Bezirksliga gehörten sie stets zur oberen Tabellenhälfte. Durchweg zur zweiten Hälfte gehörte VFL  Gera II, welches sich mit einem Sieg im direkten Abstiegsduell gegen Triebes am letzten Spieltag mit 7:11 Punkten vom Achten noch auf den 6.Platz rettete.

In der Bezirksklasse spielte Liebschwitz II seine beste Spielzeit seit Jahren. Dennoch wird es trotz eines 5:3-Sieges im abschließenden Ortsderby gegen ESV II durch einen haushohen 7,5:0,5- Sieg der Jenaer Fußbrothers gegen VfL III noch auf den 3.Platz gedrängt. Jedoch ist es mit 14:4 Punkten bei überragenden  47,5:24,5- Spielen ein bestechendes Auftreten der Liebschwitzer  zweiten Vertretung!  ESV II als Fünfter und VfL III als Siebter ebenfalls sicher gerettet. Überhaupt bleibt VfL Gera weiterhin DER der breitest aufgestellte Geraer Verein!