Der 2. fuß brothers Schachball ist Geschichte und Legende! Am mutmaßlich heißesten Tag des
Jahres, dem 27. Juni 2026, trafen sich vier Mannschaften auf dem Göschwitzer Bolzacker am Rande
von Jena, um den Widrigkeiten des Tages zu trotzen. Und dies gelang in beeindruckender Weise!
Neben den Gastgebern gingen die Teams von Vimaria Weimar, dem Chemnitzer SC Aufbau 95
sowie eine gemischte Truppe aus Leipziger und Thüringer Spielern namens "Rückständige Bauern"
(in der Folge RüBa) an den Start. Wie befürchtet, sollte sich der letztgenannte Mannschaftsname
als gewaltiges Understatement erweisen. Dies ließ der Einsatz der Sportfreunde um Robin Jacobi,
Stefan Duzy, Jasper Heinke – um nur einige zu nennen – schon frühzeitig vermuten.
Weimar war unter Führung des umtriebigen Andreas Günther angereist, der keine Mühe hatte, aus
einem großen Pool an Nachwuchsspielern interessierte Freizeitkicker nach Jena zu lotsen.
Tatsächlich brachte man sogar einen Mann zu viel mit. Das war besonders gut, weil so die
ersatzgeschwächten Chemnitzer Sportfreunde mit Weimarer Power unterstützt werden konnten.
Den Chemnitzern gilt ein spezieller Dank, denn sie hatten die längste Anreise. Selbst Ausrichter
eines jährlich stattfindenden Schachballturniers (das nächste am 16. August 2026), zeigten sie sich
solidarisch und schickten ebenfalls ein junges Team.

Die sportliche Story ist schnell erzählt: Es wurden kombinierte Duelle im doppelrundigen
Blitzschach an sechs Brettern sowie im Fußball ausgetragen. Die Ergebnisse wurden addiert, wobei
die Fußballtore doppelt zählten. Abschließend wurde ein Modus appliziert, der den Sieg in einer
Teildisziplin belohnte. So war sichergestellt, dass jedes Fußballtor heiß umkämpft blieb.
RüBa und Weimar dominierten den schachlichen Bereich, wobei RüBa das direkte Schachduell wie
auch das Fußballmatch recht deutlich zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Erst als der
Gesamtsieg fast sicher war, ließen die Platzhirsche etwas Luft ran. So bleibt den fuß brothers der
Trost, einmal mehr als Turniersiegerbezwinger in die Annalen des schönen Sports einzugehen. Hier
das Gesamtklassement nach den sechs Duellen:
1. Rückständige Bauern 5:2
2. Vimaria Weimar 4:3
3. fuß brothers 4:4
4. CSC Aufbau 95 1:5

Der Wettkampf war jederzeit von Fairness und guter Laune geprägt. Wie auch sonst hätte man die
übermächtige Hitze ertragen sollen? Jedes Fußballspiel bekam eine Trink- und Schattenpause
verordnet und nach getaner Arbeit ging man gemeinsam in der Saale baden. RüBa nahm
hochverdient den Wanderpokal ins Gepäck und Vimarias Arthur Günther wurde als Top-Scorer des
Tages geehrt, da er seiner guten schachlichen Bilanz noch zwei Fußballtore hinzufügen konnte.
Wie man hört, wollen die "Rückständigen Bauern" nächstes Jahr unter gleichem Namen die
Titelverteidigung anpeilen. Kontrahenten und Publikum waren sich jedoch einig: "Entfernte
Freibauern" hätte zumindest diesmal besser gepasst.