Vorstellung Kandidat für Präsident ThSB

Liebe Schachfreunde in Thüringen,

 gerne möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich im Vorfeld des Landeskongresses am 10.05.2025 bei Ihnen und Euch vorzustellen. Ich werde für Amt des Präsidenten kandidieren.

Mein Name ist Daniel Meitzner. Ich bin 50 Jahre alt, verheiratet und Vater von 4 Kindern. Meine Geburts- und Heimatstadt ist Leinefelde im Eichsfeld. Beruflich bin ich als Referent im Schulamt Nordthüringen tätig. Einigen bekannt sind meine Söhne Johan und Jonathan, die im Nachwuchs seit 2021 aktiv sind.

Schach ist ein wunderbarer Sport, der bei Familie Meitzner mittlerweile zum Lebensmittelpunkt geworden ist. So erzähle ich gerne die Geschichte von Jonathan, der während der Pandemie einen alten Holzkasten fand und mich neugierig fragte, was denn darin sei. Schnell war der Staub abgewischt und die Figuren aufgestellt...

Meine erste Berührung mit dem Schachspiel hatte ich in meiner Jugend durch einen Klassenkameraden, der in Leinefelde zum Schachtraining ging. Zu Hause haben wir viel Dame und Mühle gespielt. Da der Schwimmsport meine Kindheit und Jugend völlig ausfüllte, war zunächst kein Platz für weitere Aktivitäten.

In dieser Zeit dominierten Karpov und Kasparov das Geschehen im Weltschach.

Später spielte ich während meines Studiums gelegentlich auf dem Flur des Wohnheims mit einem Kommilitonen. Zu Hause übernahm ich Verantwortung als Vorsitzender beim Hausener SV. So spielte ich tatsächlich, damals mit Paul Seeboth am 1. Brett, eine Saison in der 2. Männermannschaft. Parallel organisierte ich Kreisjugendspiele in Hausen und eine Kreismeisterschaft für Erwachsene. Es nahmen 6 Spieler teil. Sieger war Hermann Geburzky, für mich heute noch ein großes Vorbild für jahrzehntelangen und leidenschaftlichen Einsatz im Sport! Ich wurde überraschend Zweiter.

Nachdem ich meine Frau kennenlernte, verließ ich Hausen und kehrte zu meiner ursprünglichen Sportart zurück, dem Schwimmsport.

Als Pädagoge gilt mein Hauptaugenmerk von jeher Kindern und Jugendlichen, beruflich wie privat. Für mich war und ist es immer der Sport, in welchem ich die Möglichkeiten sah und sehe junge Menschen zu fördern und zu fordern.

Schach verbindet nun in besonderer Weise Menschen jeden Alters. Das wird mir immer wieder bewusst u.a. durch unsere gute Kooperation mit Rochade Leinefelde. Auch unsere politischen Vertreter haben bereits erkannt, dass Schach in besonderer Weise Jung und Alt miteinander verbindet und es fast einzigartig ist im Sport, dass 10-jährige und 60-jährige in einer Mannschaft spielen und gemeinsam um Punkte kämpfen. Auch die, sagen wir mal, „großväterliche“ Sorge beeindruckt mich hier immer wieder positiv.

Schaue ich mir die Zahlen von Ralf Schubert an, so bilden gerade die Kinder und Jugendlichen sowie die 60 bis 70-jährigen die zahlenmäßige Majorität des Schachsports in Thüringen ab. Diese Verbindung gilt es weiter zu stärken!

Vor nunmehr 13 Jahren habe ich mit anderen Mitstreitern einen eigenen Verein gegründet, um unsere eigenen sportlichen und pädagogischen Ideen umzusetzen. Mittlerweile hat der 1. Eichsfelder Sportclub e.V. über 300 Mitglieder. Davon sind mehr als 70% unter 18 Jahren. Als Vorsitzender des Vereins, von der ersten Minute an, genieße ich es täglich zu sehen, wie unsere Angebote wachsen und wir als Team vor Ort vieles gemeinsam auf den Weg bringen können.

Nun haben wir es im Norden Thüringens geschafft Schach mit Schule und Wirtschaft zu verbinden. Darin sehe ich wesentliche Motoren für die zukünftige Weiterentwicklung des Schachsports in Thüringen und darüber hinaus. In der Vereinsarbeit habe ich zuletzt in Naumburg zur Thüringer Einzelmeisterschaft sehr viele engagierte Trainerinnen und Trainer wahrgenommen. Das Leistungsniveau hat aus meiner Sicht eine größere Breite gewonnen und lässt positiv nach vorne schauen.

Fasziniert bin ich auch immer wieder vom Mehrwert des Spiels und der Übertragbarkeit in andere Bereiche des Lebens. Ohne es differenziert auszuführen, denke ich u.a. an Problemlösung, Entscheidungsfindung, Konzentration und Resilienz. Der nächste Zug ist sinnbildlich auch der nächste Schritt. Meiner ist der Wille Verantwortung für den Schachsport in Thüringen zu übernehmen. Ich freue mich daher auf eine zukünftige Zusammenarbeit und möchte diese verlässlich und verbindlich anbieten. Ich wünsche allen Schachfreunden ein gesegnetes Osterfest und verbleibe mit den besten Grüßen.

 Daniel Meitzner