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Antwortbrief zum Artikel „Doppelter Frust bei Thüringer Schachvereinen“

Am 12.02.2021 erschien in der Ostthüringer Zeitung ein Artikel (ähnlich auch hier in der TA), in dem die punktspiellose Zeit und ein erhöhter Verbandsbeitrag thematisiert werden. Nachfolgend Artikel und Antwort der Präsidentin des ThSB Diana Skibbe.

OTZ-Artikel_ Doppelter Frust_12.2.21

Liebe Schachfreundinnen und Schachfreunde,
der oben genannte OTZ-Artikel erreichte mich in der vergangenen Woche. Ich gestehe, dass ich beim ersten Lesen nicht gerade amüsiert war. Nach Rücksprache mit Roland Schneiderheinze relativieren sich jedoch einige Aussagen aus der OTZ und auch er sprach von ein paar falschen Aussagen.
Ich möchte daher auf den Artikel in Form eines Leserbriefes reagieren:
Liebe Schachspielerinnen und Schachspieler, liebe Leserinnen und Leser der OTZ,
die Coronapandemie ist auch für uns Funktionäre eine noch nie dagewesene Herausforderung. Wir müssen die Entwicklungen um die Pandemie genau beobachten, Entscheidungen treffen und gegebenenfalls immer wieder anpassen. Dabei hat unser Landesspielleiter die größte Verantwortung und damit auch die Hauptarbeit zu leisten. Regelmäßige Abstimmungen mit dem Präsidium, der Landesspielleiter auf Bundesebene und bei den Unterverbänden, sowie den Mannschaftsleitern der Thüringer Spielklassen waren und sind nötig, um gute Entscheidungen treffen zu können.
Ihr wisst, dass wir gemeinsam und mehrheitlich entschieden hatten, die ausstehenden drei Runden der Thüringer Spielklassen auf das Jahr 2021 zu legen und die Saison auf zwei Jahre, also 2019/2021 auszudehnen. Natürlich gab es auch damals schon ein paar Stimmen, die Saison abzubrechen und vielleicht müssen wir das auch noch tun.
Im August reifte dann eine Idee, die drei Thüringer Staffeln in der Thüringenhalle in Erfurt zentral auszurichten. Der Thüringer Schachbund (ThSB) in Persona von Hartmut Seele kümmerte sich um die Organisation und das Hygienekonzept. Jedoch hatten dennoch 22 der 30 Vereine große Bedenken, diese Veranstaltung zu dieser Zeit durchzuführen. Deswegen wurde die Veranstaltung von uns als Präsidium wieder abgesagt. Und es blieb uns als Präsidium nur übrig, bei den Terminen zu bleiben. Wir hatten bekanntlich die Termine aus 2020 auf 2021 angepasst und übertragen. Denn noch immer glauben wir, dass eine sportliche Entscheidung einer Entscheidung am grünen Tisch vorzuziehen ist.
Nun nähern wir uns den angestrebten Terminen. Der Lockdown und die neuen mutierten Coronaformen zeigen, dass wir immer noch vorsichtig sein müssen. Wir alle beobachten die Zahlen der Inzidenzfälle und warten auf die politischen Entscheidungen. Hoffnungen und Befürchtungen wechseln gerade jetzt. Vielleicht haben sich die Älteren von euch bereits impfen lassen. Wir jüngeren warten noch darauf. Auch uns fehlen die regelmäßigen Trainingsabende, die Punktspiele und wir bedauern den Ausfall von jeder Thüringer Meisterschaft. Auch der Rückgang der Mitglieder im ThSB von fast 8 % zeigt, dass es wohl eine Zeit dauern wird, bis wir diesen Schwund wieder ausgleichen können. Eine der Ursachen sehe ich übrigens auch darin, dass keine schulfremden Personen diese seit fast einem Jahr mehr betreten dürfen und damit Arbeitsgemeinschaften nicht durchgeführt werden können. Die vielen Kooperationen Schule-Sportverein liegen somit brach. Talente werden nicht entdeckt und den Vereinen zugeführt, was wir natürlich bedauern. Dem gegenüber stehen natürliche Abgänge und sicher haben auch einige Vereine die Zeit genutzt, um ihre Mitgliederdatei zu bereinigen.
Ich möchte euch auch darüber informieren, dass eine kleine Arbeitsgruppe im ThSB an Lehrkonzepten für Schach mit eigenen Materialien für Grundschulen arbeitet. Wir wollen Lehrerinnen und Lehrer gewinnen mit diesen Arbeitsmitteln Schach an Grundschulen zu unterrichten. Dieses Projekt läuft auch in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund und dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. Möglicherweise können wir so den Schachboom, der gerade in der Lockdown-Zeit viele Menschen erreicht hat, ausnutzen.
Ihr merkt bestimmt, dass sich das Präsidium des ThSB mit großem Engagement den neuen Herausforderungen stellt. Sicher können wir es nicht allen recht machen.
Was die Zahlung der Mitgliedsbeiträge betrifft, werden diese in mehreren Raten fällig. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt haben einige Vereine ihre Jahresgebühr, die den Anteil an den Deutschen Schachbund beinhaltet, in einer Summe bezahlt. Bei diesen Vereinen, zu denen auch der MTV Saalfeld gehört, bedanken wir uns sehr herzlich. Das beweist, dass die meisten Vereine zumindest finanziell durch Corona nicht in Schieflage gekommen sind und solide arbeiten.
Für die kommenden Wochen werden wir auch weiterhin die Festlegungen der Politik genau verfolgen. Wir hoffen, dass das Impfen an Schwung zunimmt und jeder, der das wünscht, sich impfen lassen kann. Wir hoffen auch, dass die Inzidenzzahlen weiter nach unten gehen und die Mutationen nicht unser Leben bestimmen.
Auch beim Kongress werden wir uns wohl mit der Situation um und mit Corona befassen und gemeinsam überlegen, welche künftigen Dinge zu beachten sind. Vielleicht benötigen wir künftig einen zusätzlichen Internetbeauftragten für Wettkämpfe oder die Hygienekonzepte begleiten uns weiterhin. Das alles ist nur ein Blick in die sogenannte „Glaskugel“ – lasst uns miteinander reden. Sachlicher Kritik stehen wir im Präsidium aufgeschlossen gegenüber. Ob diese zuerst über die Tagespresse ausgetragen werden muss, liegt natürlich in der Entscheidung einzelner.
In diesem Sinne, bleibt gesund. Ich würde mich freuen, Euch bei einer der hoffentlich bald kommenden Schachveranstaltungen wiedersehen zu können!
Mit freundlichen Grüßen,
Diana Skibbe, Präsidentin des Thüringer Schachbundes

Tags: ThSB, Präsidium

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