Zum Tod von Günter Fiensch

SC 1998 Gotha trauert um Günter Fiensch

Mit tiefer Erschütterung  und Trauer haben wir, die Gothaer Schachfreunde,  vom Tode unseres Ehrenmitgliedes Günter Fiensch am 17.April 2017, nur einen Tag vor seinem 84. Geburtstag erfahren.

Günter Fiensch (rechts) bei der Partieanalyse mit Schachfreund Heinz Rätsch. Foto: privat

Günter Fiensch erlernte das Schachspiel in seiner Geburtsstadt Mühlhausen. Bereits dort wurde er ein starker Spieler beim Schachverein Einheit Mühlhausen. 1955 wechselte er aus beruflichen Gründen nach Gotha.

Hier wurde er Mitglied bei Motor Gotha und seine schachliche Entwicklung ging weiter voran. So wurde er 1956 bereits Bezirksmeister vom Bezirk Erfurt. Diesen Titel konnte er von 1958 bis 1961 weitere viermal erringen. Zweimal qualifizierte sich Günter für das Finalturnier der DDR-Meisterschaft. Mit der Mannschaft von Motor Gotha erkämpfte er 1958 den Aufstieg in die Sonderliga (bzw. Oberliga), der höchsten Spielklasse der DDR. In dieser höchsten Spielklasse konnte sich Motor Gotha bis 1964 halten. Auch nach dem Weggang anderer Spitzenspieler blieb Günter Fiensch dem Gothaer Schach weiter treu  und spielte bis zur Saison 2014/15 in der 1. Mannschaft. Auch in der schweren Zeit nach der Wende blieb Günter seinem Verein treu und war schließlich mitverantwortlich für den Wiederaufstieg der Gothaer in die Landesklasse. Auch das Fernschach betrieb er leidenschaftlich. Hier erreichte er den Titel eines Internationalen Fernschachmeisters.

Die Gothaer Schachspieler werden Günter Fiensch als Schachfreund und vor allem als sympathischen und liebenswerten Menschen stets in bester Erinnerung behalten.

Ulrich Lutzkat, Schachclub 1998 Gotha

Tags: Ehrungen, SB Nord

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